Unser Newsletter

Liebe Freunde unseres Vereins,

trotz unserer bescheidenen Mittel, 3 Personen im Büro und mein Mann, der sich um die Kontakte und die Umsetzung vor Ort kümmert, haben wir schon sehr viel erreicht. Gerade sitzen wir an der Buchhaltung und den Jahresberichten für das gambische und das deutsche Finanzamt. Der Jahresbericht 2017 wird dann zeitnah auch auf unserer Homepage zu sehen sein. Auch schön, dass wir jährlich wachsen. Die Spenden werden mehr doch natürlich auch die damit verbundene Arbeit. Deswegen ist es höchste Zeit, dass ich mich noch straffer organisiere, um alle Hilfsanfragen zu bewältigen und eine ordentliche Öffentlichkeitsarbeit zu liefern. Diese Neuordnung ist jetzt weitestgehend abgeschlossen (es war viel Arbeit, deswegen habt ihr auch so lange nichts von mir gehört) aber nun versuchen wir mal mit dem neuen System einen neuen Start. Das bedeutet aber auch, dass ich leider eure Lesegewohnheiten ändern werde.

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… und was wir machen

Unser Programm beinhaltet verschiedene Projekte quer durch die Gesellschaft Gambias. Wir bemühen uns stets nachhaltige Hilfe zu leisten, dürfen aber auch die Soforthilfe für Notfälle etc. nicht vernachlässigen. Unsere derzeitigen Projekte sind:

  1. Witwen und Waisen
  2. Notfallhilfe/Desastermanagement
  3. Stop Going Backway
  4. Charity/Armenspeisung
  5. Medizinische Hilfe
  6. Bau einer gebührenfreien Schule

Witwen und Waisen-Hilfe

Am Herzen liegen uns besonders die Witwen und Waisen. Von den 141 Familien, die wir zur Zeit betreuen, sind 69 Witwen mit Kindern. Sie benötigen unsere besondere Hilfe, da sie von keinem Sozialsystem aufgefangen werden. Neben der Armenspeisung, von der sie natürlich auch profitieren, ist ihr größtes Problem der monatliche Sack Reis für ca. 30€. Zu diesem Anliegen entwickeln wir gerade ein Projekt. Reis gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Der Reis ist immer da, je nach Möglichkeit gibt es dann noch ein paar Zwiebeln oder kleine gebratene Fische oder auch mal eine Soße mit Gemüse dazu.

Notfallhilfe/Desastermanagement

Hinter diesem Titel verbirgt sich Hilfe für abgebrannte oder durch den Regen zerstörte Häuser, oder spontane Hilfe bei dem Verlust der Arbeit oder der Gesundheit im weitesten Sinne. Es geht hier in der Regel um Einzelfallhilfe. Unser aktuellstes Projekt ist eine völlig ausgebrannte Koranschule, die 75 Kindern, davon 5 Waisenkindern, ein Zuhause gegeben hat.

Stop Going Backway

Bei diesem Projekt geht es darum junge Menschen davor zu überzeugen und dabei zu helfen, sich in ihrer Heimat etwas aufzubauen, statt den gefährlichen Weg durch die Wüste nach Lampedusa zu nehmen. Die Politiker reden viel von Lösungen, wir wollen tatkräftig gute Ideen umsetzen, um wenigstens ein paar junge Leute vor dem Tod, der Illegalität oder der Abschiebung zu bewahren und ihnen stattdessen zu einer sinnvollen Zukunft im eigenen Land zu verhelfen. Wir selbst haben ein Familienmitglied vor Lampedusa verloren engagieren uns nun umso mehr.

Für dieses Projekt sind gerade zwei Aktionen am Start. Zum einen drehen wir gerade mit Schülern eines Gymnasiums einen 90-minütigen Film „Journey to Happiness“ zum Thema. (Das Drehbuch kann gerne bei uns angefragt werden) und zum anderen werden wir in Kürze eine Nähwerkstatt einrichten, die 10 Jugendlichen ermöglicht den Beruf des Schneiders zu erlernen. Nebenbei kommen auch immer noch Jugendliche zu uns, die eine Ausbildung machen möchten, um nicht auch irgendwann in Lampedusa zu enden. Ausbildungen kosten hier zwischen 200 und 800€ je nach Fach. Wenn wir die Möglichkeit haben, helfen wir auch hier gerne, um unter Umständen Leben zu retten.

Charity/Armenspeisung

Seit Gründung des Vereins vor 17 Jahren geben wir jedes Jahr zum Ramadanbeginn den bei uns registrierten Familien 5 Kg Zucker und eine Box mit 100 Teebeuteln. Gelegentlich werden wir dafür kritisiert, dass wir Zucker ausgeben, weil es doch so ungesund ist. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass für viele der Zucker nicht erschwinglich und damit ein Luxusgut ist. Was gibt es also schöneres als einer Familie den Ramadan im wahrsten Sinne des Wortes zu versüßen? Besonders für die Kinder. Für die letzten 10 Nächte des Ramadans versuchen wir dann noch Hühnerbeine, Zwiebeln und Öl auszugeben. Zum Ramadanfest schlachten wir zwei Kühe. Viele Familien können derzeit nur zu den Festen Fleisch essen, da ein Monatslohn eines Arbeiters zwischen 30€ und 50€ liegt, ein Kilo Fleisch aber 5€ kostet.

Für das Opferfest wünschen wir uns für unsere armen Familien nichts sehnlicher als ein Kurban. Die meisten von ihnen haben noch nie in ihrem Leben einen Hammel geschlachtet. Dabei sollte es eigentlich Pflicht für jeden Familienvater sein. Im letzten Jahr konnten wir 27 Kurban an besonders bedürftige Familien geben. Alhamdulillah.

Medizinische Hilfe

Als Verein sind wir nicht auf medizinische Hilfe spezialisiert. Dennoch konnten einige Erleichterungen für besonders für chronisch Kranke bewirken. Wir betreuen Menschen mit Asthma, Epilepsie, Hydrocephalus, Schlaganfall und Diabetes, indem wir sie beim Kauf der Medikamente unterstützen oder sie in der German Clinic auf unsere Kosten untersuchen lassen.

Aktuell beschäftigt uns eine besondere Krankheit, die leider in Gambia relativ häufig vorkommt. Es ist die Krankheit Elephantiasis, eine Erkrankung des Lymphsystems, bei dem die Arme und Beine in unvorstellbare Größen anschwellen. In Europa ist die Krankheit heilbar, in Afrika leider nicht. Daher sind wir intensiv auf der Suche nach Ärzten, die vielleicht nach Gambia reisen würden und helfen wollen. Vier Frauen sind in unserem Büro registriert und warten auf Hilfe, aber es gibt noch viel mehr. Wer Ärzte kennt und sie fragen kann, ob sie vielleicht helfen könnten, würde diesen Frauen einen großen Dienst erweisen. Auch, wenn sie selbst nicht darauf spezialisiert sind, vielleicht kennen sie aber Ärzte, die helfen können.

Bau einer gebührenfreien Grundschule

Das ist unser Hauptprojekt. Leider reicht das Geld dafür noch nicht, aber wir versuchen demnächst erstmal ein kleines Verwaltungsgebäude zu bauen, um unser Büro dort anzusiedeln und den Bau der Schule besser beaufsichtigen zu können.

Die Schule wird eine der wenigen gebührenfreien Schulen. Viele Kinder können in Gambia nicht zur Schule gehen, weil ihre Eltern die Schulgebühren nicht zahlen können. Die Regierung ist bemüht, Schulen gebührenfrei zu machen, aber bisher sind erst 5 Schulen von den Gebühren befreit.

Für alle diese Projekte benötigen wir jede erdenkliche Hilfe, die wir bekommen können.

 

Wer wir sind …

Empathy und Mitgefühl brauchen wir wirklich, wenn wir in Gambia helfen wollen. Seit 18 Jahren mühen wir uns jetzt redlich zu helfen, wo es am nötigsten ist. Oft ist es nur mit einem großen Herzen und viel Geduld zu schaffen. Um euch etwas mehr Einblick in unsere Arbeit zu geben, stellen wir uns kurz vor.

Wer sind wir

Unser Verein wurde im November 1998 von sieben Freunden aus Jordanien, Syrien, der Türkei, Holland, Deutschland und Gambia gegründet. Seit dem gibt es unsere Vereinsmitglieder in Deutschland und eine Mitarbeiterin in Gambia. Mein Mann und ich sind oft vor Ort und so verwirklichen wir zu dritt alle unsere Projekte. Für die Ausgabe des Charity und das Schlachten der Opfertiere haben wir ehrenamtlich Helfer, die uns seit 18 Jahren eifrig unterstützen. So werden von meinem Mann und mir die folgenden Aufgaben größtenteils alleine bewältigt: Projektentwicklung –leitung und Durchführung, Dokumentation, Buchhaltung, Fundraising, Public Relation, Korrespondenz und Mediadesign. 1999 gründeten wir dann eine NGO in Gambia, um auch dort als Charity-Organisation anerkannt zu sein.

Wie finanzieren wir uns

Unsere Fixkosten liegen etwa bei 300€ pro Monat für das Gehalt unserer Büroleiterin, Strom, Internet, Transport, Miete etc. Diese Kosten sind durch Daueraufträge von Sponsoren gedeckt, die ohne konkreten Verwendungszweck spenden. Alle Spendengelder, die projektgebunden auf unser Konto eingezahlt werden, gehen 1 zu 1 an die Projekte, ohne Abzug. Einige unserer Projekte laufen auch über ein Crowdfunding bei Betterplace. Die Projektnummer steht dann bei den Spendenaufrufen dabei. Übrigens stellen wir auch Spendenbescheinigungen aus. Wer bei uns spendet, kann eine Spendenquittung bekommen. Bitte gleich nach der Überweisung Bescheid sagen, sonst wird es verwaltungstechnisch schwierig. Oder ihr spendet über Betterplace, dort bekommt ihr automatisch eine Spendenbescheinigung am Anfang des nächsten Jahres.

Kooperationen

Wir schätzen uns sehr glücklich, dass wir mit drei anderen Vereinen zusammenarbeiten dürfen. Al-Rahma e.V. hat uns bei dem Wiederaufbau der Koranschule unterstützt und mit Nächstenliebe ohne Grenzen e.V. wollen wir ein gemeinsames Iftar (Ramadan) und Kurban-Projekt (Opferfest) aufbauen. Von muslimehelfen e.V. haben wir letztes Jahr 4 Kühe gespendet bekommen. Ein großer Segen für die Armen in Gambia.

Du möchtest helfen, weißt aber nicht wie?

Vielleicht wirst du das jetzt alles lesen und dir im Stillen sagen, dass du leider kein Geld hast und daher auch nicht helfen kannst. Doch, das kannst du. Wir sind ein eingetragener Verein bei benefind.de. Benefind ist eine Suchmaschine, die genauso wie Google funktioniert. Wenn du unseren Verein „Help the poor and the needy e.V.“ als Begünstigten angibst (unten links Auswahl ändern), dann überweist uns Benefind für jede zweite Suche 1 ct. Oder du likest unsere Seite auf Facebook und teilst die Inhalte. Im Facebook gibt es ja auch einige Spendengruppen, die für gemeinnützige Organisationen Versteigerungen durchführen. Auch hier sind wir mal sehr belohnt worden von einer lieben Freundin. Auf diesem Wege kamen 10 Nähmaschinen für unser Projekt „STOP GOING BACKWAY“ zusammen.  Oder du leitest unsere emails weiter. Auch das kann sehr helfen.Ich habe schon viele liebe Helfer auf diese Art kennen gelernt, die uns bis jetzt die Treue halten.

Wie erreicht man uns

Wir bemühen uns ja immer up to date zu sein. Es ist nicht so einfach, wenn die gesamte Arbeit an so weinigen Personen hängt. Dennoch möchten wir unseren Followern ein möglichst breites Spektrum an Informationskanälen bieten. Im Folgendem eine Übersicht, wie ihr uns erreichen könnt.

  • Homepage: http://www.helpthepoor.de
  • Blog: http://www.empathymitgefuehl.com Hier schreibe ich nicht nur über unseren Verein, sondern auch welch neue Erkenntnisse sich auftun, wenn man zwischen den Kontinenten pendelt.
  • Twitter: helpthepoor.de (@SurayaJa)
  • Instagram: helpthepoor.de
  • Unser wichtigstes Medium ist unser EMAIL-ADRESSE: mail@helpthepoor.de

Wir freuen uns über jede mail und ich versuche innerhalb von einem Tag zu antworten. Bitte stellt Fragen, gebt Kritik oder Anregungen, alles ist willkommen. Im nächsten Post werde ich etwas über unser Progamm schreiben. Unsere Jahresberichte der letzten drei Jahre sind auf unserer HP abrufbar unter dem Impressum. http://www.helpthepoor.de

Wie organisiere ich meine Ideen

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Wer helfen will, platzt oft vor guter Ideen. Doch leider führt blanker Aktionismus meist nicht zum gewünschten Ziel. Ruhe bewahren, Ideen sortieren und aufschreiben ist nun die Devise.

Doch da geht es ja schon los. Wie bringe ich die vielen guten Ideen zu Papier, so dass ich sie später verwerten und zueinander in eine logische Abfolge bringen kann?

Dafür haben sich drei gängige Methoden bewährt. Sie können einzeln, unabhängig von einander angewandt werden oder aber auch nacheinander zur Verfeinerung der Struktur. Je tiefer die Gliederung greift, desto leichter aber auch festgelegter ist die spätere Umsetzung.

1. Die Auflistung

Bei der Auflistung werden zunächst alle Ideen unsortiert untereinander auf das Papier geschrieben. Vor jede Idee schreiben wir eine fortlaufende Nummer. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob es sich um Material, Ausführung, Finanzen, Werbung oder was auch immer handelt. Einfach alles runterschreiben. Nehmen wir an, wir haben dann 100 Stichworte auf unserem Zettel. Der nächste Schritt ist dann, die 100 Stichworte in Gruppen zu unterteilen. Die Gruppennamen ergeben sich aus den niedergeschriebenen Punkten. Am Ende sieht es dann etwa so aus:

Finanzierung
1,15,22,31,56,79
Werbung
6,23,41,59,81
…..
Dann bringen wir die Gruppen in eine logische Reihenfolge und sortieren dann die Stichpunkte innerhalb der Gruppen auch in eine zeitgemäße Abfolge der zu erledigenden Aufgaben.

Die so entstandene Liste ist ein guter Leitfaden für das erste Loslegen und ist selbstverständlich jederzeit zu verbessern und zu aktualisieren.

Vorteil dieser Methode ist, dass alle Ideen ungefiltert zu Papier gebracht werden. So geht nichts verloren, denn keine Idee ist dumm, oder es nicht wert, beachtet zu werden.

2. Die Karteikarten

Bei der Karteikartenmethode werden alle Stichworte auf Karteikarten geschrieben und anschließend in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Wer Platz hat, kann sie sich als Ablaufplan an die Wand pinnen. Im Handling etwas unübersichtlich, doch der Vorteil ist, dass die Karten problemlos immer wieder neu gegliedert und die Ideen jederzeit ergänzt und schon auf der Karte detaillierter dargestellt werden können.

3. Das Mind-Mapping

Das Mind-Mapping beginnt mit einem Kreis auf dem Papier, in dem der Projekttitel steht. Diese Methode erfordert dann schon eine gewisse Struktur im Denken. Denn nach diesem ersten Kreis in der Mitte folgen weitere Struktur-Ebenen mit Verzweigungen und Unterpunkten. Der Vorteil hierbei ist, dass sich sehr schnell ein Bild ergibt über Vorgehensweisen, Aufgaben und vielleicht auch Risiken, aber der Nutzer dieser Methode muss sich schon sehr früh im Klaren über Oberbegriffe und Unterpunkte und deren Zusammenhänge sein.

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Ich empfehle Methode 1 und 3 zu kombinieren. So können die Ideen fließen und anschließend in eine übersichtliche Form gebracht werden, mit der wir dann konkret weiter arbeiten können. Doch letztlich muss jeder seine eigene persönliche Form finden, mit der er seine Ideen effektiv umsetzen kann.

Probiert es aus, schließlich dient es einer guten Sache.

Die Kunst der kleinen Schritte

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Im Rückblick auf den letzten Artikel („Ich will helfen, aber wie fange ich an“) ist noch eins wichtig zu erwähnen. Geht beim organisierten Helfen in kleinen Schritten voran. Vermeidet es den dritten vor dem ersten Schritt zu tun. Denn oft gehen gute Chancen und Gelgegenheiten an uns vorbei, wenn wir zu rasch voranschreiten. Wenn ihr wirklich von eurer Idee überzeugt seid, erzählt guten Freunden davon. Erst werden sie euch Tips und Empfehlungen geben, die sie zu eurem Projekt wissen, dann werden sie es ebenfalls weitererzählen, und am Ende wird das Wissen um Möglichkeiten und Empfehlungen wie eine Wolke über eurem Team hängen und ihr müsst nur zugreifen. Ich nenne das Kollektivbewußtsein.

Wenn ihr dann einen Bunch von Ideen und Hinweisen habt, müssen sie in Aktivitäten umgewandelt werden. Dazu bietet sich eine ToDo-Liste an. Ordnet eure ToDo-Listen nach den Prioritäten. Das hilft einen Überblick zu bewahren über die Verhältnismäßigkeiten der Wichtigkeit. Denkt auch daran, dass A-Prioritäten von euch selbst erledigt werden, B- und C- Prioritäten eventuell auch deligiert werden können.

Ein Beispiel für das Gewinnen von Mitstreitern in kleinen Schritten:

Ihr wollt euch einen Sponsorenkreis aufbauen. Fangt mit euren Freunden und Bekannten an und lasst euch Empfehlungen geben.

Schon Goethe sagte: „Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiss!“

Weniger effektiv ist es, Adressen zu kaufen oder gar irgendwo abzuschreiben. Das spezielle Thema Helfen benötigt Vertrauen, das eure Bekannten in euch setzten. Fremde sind da eher zurückhaltend.

Wer von eurer Idee begeistert ist, wird euer Projekt gerne in Form von Ratschlägen oder Geld unterstützen. Diese ideellen Spenden müssen dann erst einmal umgesetzt werden. Schritt für Schritt, sonst kann es schnell passieren, dass ich wichtige Informationen überseht und in eurer Arbeit zurückgeworfen werdet.

Wenn ihr dann in der Projektumsetzung angekommen seid, ist es auch hier sinnvoll die anstehende Arbeit in kleine Schritte aufzuteilen und ggf. auf mehrere Personen zu verteilen. So bleibt der Spaß an der Sache erhalten, und keiner ist ausgepowert und spielt mit dem Gedanken aufzugeben.

An dieser Stelle nun dieses wunderschöne Gebet von Saint Exupéry, in dem er um die Kunst der kleinen Schritte bat:

Die Kunst der kleinen Schritte
von Antoine de Saint-Exupéry

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung.
Schenk’ mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

Schenk’ mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Erinn’re mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.

Schick’ mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat,
die Wahrheit in Liebe zu sagen.

Du weißt,
wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.

Bewahre mich vor der Angst,
Ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht,
was ich mir wünsche,
sondern das,
was ich brauche.

Ich will helfen, aber wie fange ich an?

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In dieser Kategorie geht es auch darum, wie ich mich selbst organisiere, und welche Vorüberlegungen ich anstellen muss.

Tip: Erinnert ihr euch noch an den Moment, als ihr einen Missstand erlebt hat, und ihr spontan das Gefühl hattet zu helfen. Haltet dieses Gefühl in euch fest, es sollte euch wie ein roter Faden durch euer Projekt begleiten, damit ihr das Ziel nie aus den Augen verliert.
„Die besten Ideen kommen mir immer, wenn ….“ Diesen Satz hat wohl jeder von uns schon einmal ausgesprochen. Nimm dir diesen Satz zu Herzen und kultiviere es. Wenn dir die besten Ideen im Bett vor dem Einschlafen kommen, legen dir einen Block neben das Bett und schreibe alles auf, was dir so einfällt. Beim Autofahren könnte ein Diktiergerät helfen oder wo auch immer, sorge dafür, dass die guten Gedanken nicht verloren gehen.

Kreativzeit

Zwischen Tür und Angel hat sich noch kein Projekt verwirklichen lassen. Viele Projekte scheitern, weil die Organisatoren den Arbeitsaufwand unterschätzt haben. Oft kommen Unwägbarkeiten auf einen zu, die man vorher nicht vermutet hatte.

Tip: Nimm dir Zeit für dein Projekt, auch schon im Vorfeld. Ich nenne diese Zeit Kreativzeit. Nimm dir diese Zeit, wenn du es ernst meinst mit dem Helfen. Und wenn es bedeutet, dass du dir mal eine Auszeit nimmst und deine gewohnte Umgebung verlässt zum Nachdenken. Soviel Selbstdisziplin muss schon sein, und Kreativzeit kann auch richtig Spaß machen. Aus gut organisierten Ideen, kann später leicht ein gutes Konzept erstellt werden.

Wer es sich leisten kann, könnte über das Wochenende in ein kleines Hotel am Wasser fahren und dort seine Gedanken sammeln. Wer in seiner Familie zu stark eingebunden ist, findet vielleicht eine Zeit am Tag, die du dafür reservierst, z.B. wenn die Kinder in der Schule sind oder du stehst eine Stunde früher auf, oder bittest einmal in der Woche um eine Auszeit. Dann geh in den Park oder in ein Café und schreibe auf, was dir wichtig erscheint, welche Aufgaben du leicht erledigen kannst, wofür du Hilfe brauchst und welche echten Herausforderungen auf euch zukommen können.

Was benötigen wir nun also für unseren Erfolg? Selbstdisziplin, Kreativität, Zeit, Gottvertrauen und Kraft.

Wecke alle Kräfte in dir!

Wenn wir von Kräften sprechen, fragen wir uns, welche Kräfte denn wohl nötig sind, unserem Ziel näher zu kommen. Wir brauchen nicht nur die körperliche Kraft, um anzupacken oder lange Teamsitzungen zu überstehen, sondern auch andere Kräfte, die für unser Vorhaben immens wichtig sind.

Die Vorstellungskraft
Wir müssen uns vorstellen können, wofür unser Engagement am Ende steht. Wir müssen unser Projekt und besonders das Ergebnis visualisieren können, möglichst in allen Einzelheiten. Wer zeichnen kann, bring es auf das Papier! Für alle anderen: druckt euch Bilder von eurem Ziel aus und hängt sie euch an euren Küchenschrank oder an den Spiegel.

Willenskraft
Überprüfe, ob dein Willen stark genug ist, das Projekt auch bis zum Ende durchzuziehen. Von nun an hat dein Projekt auf deiner Prioritätenliste einen Platz ganz oben. Bist du bereit, private Angelegenheiten im Zweifel auch mal hinten anzustellen? Nichts ist schlimmer als Termine, die immer wieder wegen privater Unzulänglichkeiten verschoben werden. So kommst du nie zum Ziel.

Glaubenskraft
Glaubst du an das, was du vorhast? Glaubst du daran, dass du es erfolgreich zu Ende führen kannst? Für gläubige Menschen: Glaubst du daran, dass Gott dir zur Seite stehen wird? Die Glaubenskraft ist enorm wichtig, um durchzuhalten. Wenn du nicht sicher bist, ob du wirklich an den Erfolg deines Projekts glaubst, schlaf noch einmal drüber.

Tatkraft
Die Tatkraft lässt dich dein Projekt anpacken. Sie gibt dir die Power etwas aufzubauen, deine Visionen in die Tat umzusetzen. Doch achte auf dich selbst, haushalte gut mit deinen Kräften, damit du auch durchhalten kannst.

Durchhaltekraft
Sie ermöglicht dir durchzuhalten, dein Projekt bis zu Ende durchzuführen. Sei dir dessen bewusst, dass du einen langen Atem brauchst und auch Rückschläge einstecken musst, die deine Arbeit unter Umständen in die Länge ziehen.

Die Begeisterungskraft
Schließlich brauchst du noch die Begeisterungskraft, denn du möchtest dein Projekt ja nicht alleine durchziehen. Du brauchst Hilfe, möglichst Hilfe, die nichts kostet. Also begeistere deine Mitmenschen von deiner Idee, bis sie genauso brennen wie du. Dann könnt ihr im Team Erstaunliches erreichen.

Wenn du der Meinung bist, du bringst alle diese Kräfte mit. Beginne damit, deine Idee zu Papier zu bringen. Kauf dir ein Notizbuch und trage dort alles ein, was dir einfällt, um den Missstand, den du gesehen hast zu beheben. Sicherlich wirst du auch mit anderen darüber sprechen. Notiere jede Internetadresse, jeden Hinweis, jede Buchempfehlung etc. Denke auch darüber nach von welcher Position aus du oder ihr handelt. Beginnt mit dem Schreiben einer Selbstdarstellung, wie das genau geht, erfährst du später im Blog.

Auch mitfühlende Hilfe kann planbar sein

Wie oft sehen wir einen Notstand und wollen helfen. Manchmal sind es dann einige Euros, die wir überweisen und so unser Gewissen erleichtern. Doch um langfristig und nachhaltig helfen zu können, bedarf es einer Planung. Wer sich mit der Planung von Projekten bisher noch nicht so anfreunden konnte, dem hilft vielleicht dieses Gedicht:

Plan
Nun endlich weiß ich, was mir fehlt,
was mich bedrückt und was mich quält.
Ich bin nicht faul, ich bin nicht krank
und fand noch nie des Lebens Rank.

Ich schaffe so wie er wie du
und finde dennoch niemals Ruh´.
Wohin ich blick´ mit Angst und Bangen
sind Dinge, die ich angefangen,

und immer wieder denk´ ich daran:
Mir fehlt ein Plan! Mir fehlt ein Plan!
Nun weiß ich endlich, was mir fehlt,
was mich bedrückt und was mich quält.

Ich mache dies und mache das,
doch ohne Ziel und ohne Maß.
Wie manches wäre schon getan,
hätt´ ich endlich nur einen Plan!

Ein Plan erleichtert unsere Arbeit, da wir so die anfallenden Arbeiten nicht aus den Augen verlieren und eventuell auch delegieren können. Ein gemeinsam erarbeiteter Plan bietet allen Beteiligten stets auf dem selben Stand zu sein. Ein Plan, ob als Poster an der Wand, im Computer oder als Papier abgeheftet, bringt Klarheit in die Entwicklung der Ideen. Pläne können für bestimmte Zeiträume, für einzelne Teil-Projekte oder für den Ablauf in einem Verein oder Großprojekt gemacht werden. Außerdem können wir unsere Zeit besser einteilen und einander zuarbeiten. So können wir die Umsetzung unserer Ideen effektiver gestalten, und um unserem Wunsch nach Anerkennung und einem messbaren Erfolg näher zu kommen, gilt es daher folgende Themen abzuarbeiten.

Wie organisiere ich mich selbst
In welchem Zeitraum wollen wir was schaffen
Wie stelle ich mich selbst und meine Organisation dar
Wie stelle ich mein Projekt in einem Konzept dar
Wie gestalte ich Öffentlichkeitsarbeit
Welche Fördermittel gibt es
Wie werte ich meine Arbeit aus

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