Unser Newsletter

Liebe Freunde unseres Vereins,

trotz unserer bescheidenen Mittel, 3 Personen im Büro und mein Mann, der sich um die Kontakte und die Umsetzung vor Ort kümmert, haben wir schon sehr viel erreicht. Gerade sitzen wir an der Buchhaltung und den Jahresberichten für das gambische und das deutsche Finanzamt. Der Jahresbericht 2017 wird dann zeitnah auch auf unserer Homepage zu sehen sein. Auch schön, dass wir jährlich wachsen. Die Spenden werden mehr doch natürlich auch die damit verbundene Arbeit. Deswegen ist es höchste Zeit, dass ich mich noch straffer organisiere, um alle Hilfsanfragen zu bewältigen und eine ordentliche Öffentlichkeitsarbeit zu liefern. Diese Neuordnung ist jetzt weitestgehend abgeschlossen (es war viel Arbeit, deswegen habt ihr auch so lange nichts von mir gehört) aber nun versuchen wir mal mit dem neuen System einen neuen Start. Das bedeutet aber auch, dass ich leider eure Lesegewohnheiten ändern werde.

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Wie organisiere ich meine Ideen

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Wer helfen will, platzt oft vor guter Ideen. Doch leider führt blanker Aktionismus meist nicht zum gewünschten Ziel. Ruhe bewahren, Ideen sortieren und aufschreiben ist nun die Devise.

Doch da geht es ja schon los. Wie bringe ich die vielen guten Ideen zu Papier, so dass ich sie später verwerten und zueinander in eine logische Abfolge bringen kann?

Dafür haben sich drei gängige Methoden bewährt. Sie können einzeln, unabhängig von einander angewandt werden oder aber auch nacheinander zur Verfeinerung der Struktur. Je tiefer die Gliederung greift, desto leichter aber auch festgelegter ist die spätere Umsetzung.

1. Die Auflistung

Bei der Auflistung werden zunächst alle Ideen unsortiert untereinander auf das Papier geschrieben. Vor jede Idee schreiben wir eine fortlaufende Nummer. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob es sich um Material, Ausführung, Finanzen, Werbung oder was auch immer handelt. Einfach alles runterschreiben. Nehmen wir an, wir haben dann 100 Stichworte auf unserem Zettel. Der nächste Schritt ist dann, die 100 Stichworte in Gruppen zu unterteilen. Die Gruppennamen ergeben sich aus den niedergeschriebenen Punkten. Am Ende sieht es dann etwa so aus:

Finanzierung
1,15,22,31,56,79
Werbung
6,23,41,59,81
…..
Dann bringen wir die Gruppen in eine logische Reihenfolge und sortieren dann die Stichpunkte innerhalb der Gruppen auch in eine zeitgemäße Abfolge der zu erledigenden Aufgaben.

Die so entstandene Liste ist ein guter Leitfaden für das erste Loslegen und ist selbstverständlich jederzeit zu verbessern und zu aktualisieren.

Vorteil dieser Methode ist, dass alle Ideen ungefiltert zu Papier gebracht werden. So geht nichts verloren, denn keine Idee ist dumm, oder es nicht wert, beachtet zu werden.

2. Die Karteikarten

Bei der Karteikartenmethode werden alle Stichworte auf Karteikarten geschrieben und anschließend in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht. Wer Platz hat, kann sie sich als Ablaufplan an die Wand pinnen. Im Handling etwas unübersichtlich, doch der Vorteil ist, dass die Karten problemlos immer wieder neu gegliedert und die Ideen jederzeit ergänzt und schon auf der Karte detaillierter dargestellt werden können.

3. Das Mind-Mapping

Das Mind-Mapping beginnt mit einem Kreis auf dem Papier, in dem der Projekttitel steht. Diese Methode erfordert dann schon eine gewisse Struktur im Denken. Denn nach diesem ersten Kreis in der Mitte folgen weitere Struktur-Ebenen mit Verzweigungen und Unterpunkten. Der Vorteil hierbei ist, dass sich sehr schnell ein Bild ergibt über Vorgehensweisen, Aufgaben und vielleicht auch Risiken, aber der Nutzer dieser Methode muss sich schon sehr früh im Klaren über Oberbegriffe und Unterpunkte und deren Zusammenhänge sein.

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Ich empfehle Methode 1 und 3 zu kombinieren. So können die Ideen fließen und anschließend in eine übersichtliche Form gebracht werden, mit der wir dann konkret weiter arbeiten können. Doch letztlich muss jeder seine eigene persönliche Form finden, mit der er seine Ideen effektiv umsetzen kann.

Probiert es aus, schließlich dient es einer guten Sache.

Die Kunst der kleinen Schritte

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Im Rückblick auf den letzten Artikel („Ich will helfen, aber wie fange ich an“) ist noch eins wichtig zu erwähnen. Geht beim organisierten Helfen in kleinen Schritten voran. Vermeidet es den dritten vor dem ersten Schritt zu tun. Denn oft gehen gute Chancen und Gelgegenheiten an uns vorbei, wenn wir zu rasch voranschreiten. Wenn ihr wirklich von eurer Idee überzeugt seid, erzählt guten Freunden davon. Erst werden sie euch Tips und Empfehlungen geben, die sie zu eurem Projekt wissen, dann werden sie es ebenfalls weitererzählen, und am Ende wird das Wissen um Möglichkeiten und Empfehlungen wie eine Wolke über eurem Team hängen und ihr müsst nur zugreifen. Ich nenne das Kollektivbewußtsein.

Wenn ihr dann einen Bunch von Ideen und Hinweisen habt, müssen sie in Aktivitäten umgewandelt werden. Dazu bietet sich eine ToDo-Liste an. Ordnet eure ToDo-Listen nach den Prioritäten. Das hilft einen Überblick zu bewahren über die Verhältnismäßigkeiten der Wichtigkeit. Denkt auch daran, dass A-Prioritäten von euch selbst erledigt werden, B- und C- Prioritäten eventuell auch deligiert werden können.

Ein Beispiel für das Gewinnen von Mitstreitern in kleinen Schritten:

Ihr wollt euch einen Sponsorenkreis aufbauen. Fangt mit euren Freunden und Bekannten an und lasst euch Empfehlungen geben.

Schon Goethe sagte: „Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiss!“

Weniger effektiv ist es, Adressen zu kaufen oder gar irgendwo abzuschreiben. Das spezielle Thema Helfen benötigt Vertrauen, das eure Bekannten in euch setzten. Fremde sind da eher zurückhaltend.

Wer von eurer Idee begeistert ist, wird euer Projekt gerne in Form von Ratschlägen oder Geld unterstützen. Diese ideellen Spenden müssen dann erst einmal umgesetzt werden. Schritt für Schritt, sonst kann es schnell passieren, dass ich wichtige Informationen überseht und in eurer Arbeit zurückgeworfen werdet.

Wenn ihr dann in der Projektumsetzung angekommen seid, ist es auch hier sinnvoll die anstehende Arbeit in kleine Schritte aufzuteilen und ggf. auf mehrere Personen zu verteilen. So bleibt der Spaß an der Sache erhalten, und keiner ist ausgepowert und spielt mit dem Gedanken aufzugeben.

An dieser Stelle nun dieses wunderschöne Gebet von Saint Exupéry, in dem er um die Kunst der kleinen Schritte bat:

Die Kunst der kleinen Schritte
von Antoine de Saint-Exupéry

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung.
Schenk’ mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.

Schenk’ mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen.

Erinn’re mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.

Schick’ mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat,
die Wahrheit in Liebe zu sagen.

Du weißt,
wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin.

Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.

Bewahre mich vor der Angst,
Ich könnte das Leben versäumen.

Gib mir nicht,
was ich mir wünsche,
sondern das,
was ich brauche.

Ich will helfen, aber wie fange ich an?

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In dieser Kategorie geht es auch darum, wie ich mich selbst organisiere, und welche Vorüberlegungen ich anstellen muss.

Tip: Erinnert ihr euch noch an den Moment, als ihr einen Missstand erlebt hat, und ihr spontan das Gefühl hattet zu helfen. Haltet dieses Gefühl in euch fest, es sollte euch wie ein roter Faden durch euer Projekt begleiten, damit ihr das Ziel nie aus den Augen verliert.
„Die besten Ideen kommen mir immer, wenn ….“ Diesen Satz hat wohl jeder von uns schon einmal ausgesprochen. Nimm dir diesen Satz zu Herzen und kultiviere es. Wenn dir die besten Ideen im Bett vor dem Einschlafen kommen, legen dir einen Block neben das Bett und schreibe alles auf, was dir so einfällt. Beim Autofahren könnte ein Diktiergerät helfen oder wo auch immer, sorge dafür, dass die guten Gedanken nicht verloren gehen.

Kreativzeit

Zwischen Tür und Angel hat sich noch kein Projekt verwirklichen lassen. Viele Projekte scheitern, weil die Organisatoren den Arbeitsaufwand unterschätzt haben. Oft kommen Unwägbarkeiten auf einen zu, die man vorher nicht vermutet hatte.

Tip: Nimm dir Zeit für dein Projekt, auch schon im Vorfeld. Ich nenne diese Zeit Kreativzeit. Nimm dir diese Zeit, wenn du es ernst meinst mit dem Helfen. Und wenn es bedeutet, dass du dir mal eine Auszeit nimmst und deine gewohnte Umgebung verlässt zum Nachdenken. Soviel Selbstdisziplin muss schon sein, und Kreativzeit kann auch richtig Spaß machen. Aus gut organisierten Ideen, kann später leicht ein gutes Konzept erstellt werden.

Wer es sich leisten kann, könnte über das Wochenende in ein kleines Hotel am Wasser fahren und dort seine Gedanken sammeln. Wer in seiner Familie zu stark eingebunden ist, findet vielleicht eine Zeit am Tag, die du dafür reservierst, z.B. wenn die Kinder in der Schule sind oder du stehst eine Stunde früher auf, oder bittest einmal in der Woche um eine Auszeit. Dann geh in den Park oder in ein Café und schreibe auf, was dir wichtig erscheint, welche Aufgaben du leicht erledigen kannst, wofür du Hilfe brauchst und welche echten Herausforderungen auf euch zukommen können.

Was benötigen wir nun also für unseren Erfolg? Selbstdisziplin, Kreativität, Zeit, Gottvertrauen und Kraft.

Wecke alle Kräfte in dir!

Wenn wir von Kräften sprechen, fragen wir uns, welche Kräfte denn wohl nötig sind, unserem Ziel näher zu kommen. Wir brauchen nicht nur die körperliche Kraft, um anzupacken oder lange Teamsitzungen zu überstehen, sondern auch andere Kräfte, die für unser Vorhaben immens wichtig sind.

Die Vorstellungskraft
Wir müssen uns vorstellen können, wofür unser Engagement am Ende steht. Wir müssen unser Projekt und besonders das Ergebnis visualisieren können, möglichst in allen Einzelheiten. Wer zeichnen kann, bring es auf das Papier! Für alle anderen: druckt euch Bilder von eurem Ziel aus und hängt sie euch an euren Küchenschrank oder an den Spiegel.

Willenskraft
Überprüfe, ob dein Willen stark genug ist, das Projekt auch bis zum Ende durchzuziehen. Von nun an hat dein Projekt auf deiner Prioritätenliste einen Platz ganz oben. Bist du bereit, private Angelegenheiten im Zweifel auch mal hinten anzustellen? Nichts ist schlimmer als Termine, die immer wieder wegen privater Unzulänglichkeiten verschoben werden. So kommst du nie zum Ziel.

Glaubenskraft
Glaubst du an das, was du vorhast? Glaubst du daran, dass du es erfolgreich zu Ende führen kannst? Für gläubige Menschen: Glaubst du daran, dass Gott dir zur Seite stehen wird? Die Glaubenskraft ist enorm wichtig, um durchzuhalten. Wenn du nicht sicher bist, ob du wirklich an den Erfolg deines Projekts glaubst, schlaf noch einmal drüber.

Tatkraft
Die Tatkraft lässt dich dein Projekt anpacken. Sie gibt dir die Power etwas aufzubauen, deine Visionen in die Tat umzusetzen. Doch achte auf dich selbst, haushalte gut mit deinen Kräften, damit du auch durchhalten kannst.

Durchhaltekraft
Sie ermöglicht dir durchzuhalten, dein Projekt bis zu Ende durchzuführen. Sei dir dessen bewusst, dass du einen langen Atem brauchst und auch Rückschläge einstecken musst, die deine Arbeit unter Umständen in die Länge ziehen.

Die Begeisterungskraft
Schließlich brauchst du noch die Begeisterungskraft, denn du möchtest dein Projekt ja nicht alleine durchziehen. Du brauchst Hilfe, möglichst Hilfe, die nichts kostet. Also begeistere deine Mitmenschen von deiner Idee, bis sie genauso brennen wie du. Dann könnt ihr im Team Erstaunliches erreichen.

Wenn du der Meinung bist, du bringst alle diese Kräfte mit. Beginne damit, deine Idee zu Papier zu bringen. Kauf dir ein Notizbuch und trage dort alles ein, was dir einfällt, um den Missstand, den du gesehen hast zu beheben. Sicherlich wirst du auch mit anderen darüber sprechen. Notiere jede Internetadresse, jeden Hinweis, jede Buchempfehlung etc. Denke auch darüber nach von welcher Position aus du oder ihr handelt. Beginnt mit dem Schreiben einer Selbstdarstellung, wie das genau geht, erfährst du später im Blog.

Auch mitfühlende Hilfe kann planbar sein

Wie oft sehen wir einen Notstand und wollen helfen. Manchmal sind es dann einige Euros, die wir überweisen und so unser Gewissen erleichtern. Doch um langfristig und nachhaltig helfen zu können, bedarf es einer Planung. Wer sich mit der Planung von Projekten bisher noch nicht so anfreunden konnte, dem hilft vielleicht dieses Gedicht:

Plan
Nun endlich weiß ich, was mir fehlt,
was mich bedrückt und was mich quält.
Ich bin nicht faul, ich bin nicht krank
und fand noch nie des Lebens Rank.

Ich schaffe so wie er wie du
und finde dennoch niemals Ruh´.
Wohin ich blick´ mit Angst und Bangen
sind Dinge, die ich angefangen,

und immer wieder denk´ ich daran:
Mir fehlt ein Plan! Mir fehlt ein Plan!
Nun weiß ich endlich, was mir fehlt,
was mich bedrückt und was mich quält.

Ich mache dies und mache das,
doch ohne Ziel und ohne Maß.
Wie manches wäre schon getan,
hätt´ ich endlich nur einen Plan!

Ein Plan erleichtert unsere Arbeit, da wir so die anfallenden Arbeiten nicht aus den Augen verlieren und eventuell auch delegieren können. Ein gemeinsam erarbeiteter Plan bietet allen Beteiligten stets auf dem selben Stand zu sein. Ein Plan, ob als Poster an der Wand, im Computer oder als Papier abgeheftet, bringt Klarheit in die Entwicklung der Ideen. Pläne können für bestimmte Zeiträume, für einzelne Teil-Projekte oder für den Ablauf in einem Verein oder Großprojekt gemacht werden. Außerdem können wir unsere Zeit besser einteilen und einander zuarbeiten. So können wir die Umsetzung unserer Ideen effektiver gestalten, und um unserem Wunsch nach Anerkennung und einem messbaren Erfolg näher zu kommen, gilt es daher folgende Themen abzuarbeiten.

Wie organisiere ich mich selbst
In welchem Zeitraum wollen wir was schaffen
Wie stelle ich mich selbst und meine Organisation dar
Wie stelle ich mein Projekt in einem Konzept dar
Wie gestalte ich Öffentlichkeitsarbeit
Welche Fördermittel gibt es
Wie werte ich meine Arbeit aus

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